mich gibts noch :)

als ich gerade auf mein handy schaute und bemerkte, dass wir schon den 18. november haben, dachte ich mir „oh nein hannan! es wird mal langsam wieder zeit fuer einen blogeintrag!“ und da die gute hannan heute ganz schoen viel zeit hat, aber niemand zeit fuer sie, dachte sie sich “ jetzt setzte dich mal hin und schreibst was schoenes!“ 🙂

nach drei monaten kann ich jetzt auch stolz behaupten, dass ich mich ganz gut hier in collaqui eingelebt habe! nur noch ab und an packt mich das heimweh, aber es ist bei weitem nicht mehr so schlimm wie am anfang!

nun gut was gibt es nach 2 monaten sendepause spannendes zu erzaehlen? genau, ne ganze menge und ich hoffe, dass ich alles noch zusammenbekomme!

meine gastfamilie ist nach wie vor wunderbar und ich fuehl mich langsam schon selbst wie eine richtige cabascango 🙂 meine gastmutter jenny ist eine tolle frau, wenn wir einmal angefangen haben zu plaudern, hoeren wir so schnell nicht mehr auf und haben oft ganz schoen viel zu lachen. meine gastschwester erzaehlt mir jeden abend die brandneuen stories  aus ihrem colegio und mein gastbruder anthony mit dem ich eigentlich am meisten zeit verbringe, erklaert mir ab und an die wirklich wichtigen dinge des ecuadorianischen fernsehprogramms 🙂 das gute ist, dass die anderen volunteers bei verwandten von meiner familie wohnen, falls mir also langweilig ist geh ich einfach zu jan und wir spielen entweder mit camila (2 jahre und tochter seines gastbruders) oder wir spielen mit seinen gastbruedern „mensch aergere dich nicht“. aber nicht nur bei jan steht mir die tuer immer offen sondern auch bei lars, der bei meiner gastoma wohnt und dort kann man dann mal ganz gemuetlich quatschen und chillen.

die arbeit ueberfordert mich ab und an ganz leicht, wenn die kinder rumschreien, mich anspucken oder mich schlagen 🙂 eigentlich sind die kinder an sich die reinsten sonnenscheine und zuckersuess aber manchmal packt sie was und sie muessen das komplette gegenteil sein :).aber alles halb so wild, denn die arbeit macht dennoch spass :). ich hab alle haende voll zu tun und wenn ich nicht grad englischunterricht versuche zu geben, helfe ich damaris bei den vierjaehrigen. ich liebe meine arbeit und ich wuerde allzu gerne am ende meines aufenthalts alle kinder mitnehmen 🙂 aber keine sorge selbst eine hannan setzt so eine schnapsidee nicht in die tat um 😉

bis jetzt hab ich auch schon ein kleines bisschen von ecuador gesehen und zwar buenavista, baños und atacames. buenavista ist ein kleines doerfchen in der naehe von loja (falls das jemand was sagt). jan und ich waren dort zusammen mit andrea (eine verwandte der familie) und haben ihre eltern besucht. das dorf besteht genau aus zwei parallelen strassen und es ist einfach wunderschoen, ein bisschen tropisch wuerd ich sogar sagen. nach einer 12-stuendigen busfahrt sind wir gegen 6 uhr morgens angekommen und konnten vom balkon aus beobachten wie die sonne langsam hinter den bergen hervorkam. als wir uns kurz frisch gemacht haben sind wir zur plantage von andreas eltern gefahren und sowas beeindruckendes hab ich selten gesehn. ueberall bananenbaeume , zuckerrohr, orangenbaeume und viel, viel, viel mehr. jan und ich haben gleich orangen geerntet und sie gegessen 🙂 und zum abschluss der fuehrung hat andrea mit einer echten machete wohl bemerkt caña (zuckerrohr) fuer uns abgeschnitten (oder wie auch immer das zugehoerige verb heissen mag). abends war dann fiesta angesagt im dorf und es wurde sogar eine schoenheitskoenigin gekuehrt mit jan in der jury 🙂

ein paar wochen spaeter sind wir (die volunteers) dann anlaesslich marcels geburtstag nach baños gefahren. das ist ein kurort mit vielen termen, 3 stunden von quito entfernt. ich bin mit stephi vormittags nachgefahren, weil die meisten volunteers schon morgens um 7 oder 8 gefahren sind. wie sich kurz vor ambato rausstellte war das eine schlechte idee, denn ein bust hat unseren bus leicht gerammt  und man kann sich kaum vorstellen aber hier erlebt man wie temperamentvoll ecuadorianer sein koennen. aus beiden bussen stiegen die busvoelker aus und man hat sich angeschrien und fast geschlagen und das ungefaehr 2 stunden lang ;). mit einer riessen verspaetung sind wir dann in baños angekommen und haben nichts mehr besichtigen koennen und sozusagen nichtsvon baños gesehen.

meine letzte reise ging nach atacames, ans meer. leider hatten wir ein bisschen pech mit dem wetter, denn es war die ganze zeit ziemlich bewoelkt, aber zum glueck warm und so konnten wir auch im meer baden und abends gings dann tanzen in eine der tausend strandbars. das gute an den bars ist man muss keinen cent ausgeben und kann ohne eintritt zu zahlen tanzen und wenn man keine lust mehr dazu hat geht man hinten raus zum meer.

momentane wetterlage in quito und umgebung sieht aus wie folgt: morgens leichter sonnenschein und etwas waermer und gegen nachmittag bis zum naechsten morgen sehr starker regen und kalt! also fast genauso wie in deutschland! schoen, dass ich wenigstens einen teil deutschland bei mir habe!

neue fotos :)

http://picasaweb.google.com/koersche/GoodMorningTeacher#

nun bin ich schon seit einem monat hier und so langsam kann ich sagen, dass ich mich so einigermassen eingelebt habe. vorletzten freitag hatte ich meine einfuehrung ins projekt und habe mir auch im traum nicht vorstellen koennen wie anstrengend es werden wird als jenny sagte, dass ich den kindern englisch beibringen soll und knapp 5 1/2 stunden am tag abreiten werde. zu dem zeitpunkt dachte ich noch ach schaffe ich locker, denn im gegensatz zu stephi die 9 stunden arbeiten muss bin ich ja noch gut dran. doch dazu spaeter mehr. nach der einfuehrung fuhren wir nach quito, wir wir (volunteers) ein pick-nick im „parque carolina“ veranstalteten.

samstags dann heiratete ein cousin oder eine cousine der familie und wie es sich gehoert waren wir freiwillige auch eingeladen. um 15 uhr gings los mit einer messe, bis dahin alles so wie ich es aus deutschland kenne, doch dann gings weiter mit der „aftershowparty“ im garten des paares. dort war ein grosses zelt aufgebaut und im inneren jeweils links und rechts 3 stuhlreihen dich aneinander gestellt. als jeder einen platz gefunden hat und das paar „walezer“ getanzt hat ging das grosse essen los. nach und nach brachten maedchen auf tabletts kaese, bonbons, fruechte und chips raus und gingen rum damit sich jeder einen happen runternehmen konnte. nachdem jan und ich im glauben es gibnt nichts weiteres zu essen, uns zugestopft haben, kamen aus dem nichts schuesseln mit suppe, in der ein halbes huehnchen schwamm. nach der suppe verspuerte ich das gefuehl gleich platzen zu muessen also verschwand ich kurzer hand um die ecke, um den hauptgang zu umgehen. als die luft rein war und die teller abgeraeumt waren fuellte sich allmaehlich die tanzflaeche und jan und ich liessen uns die chance nicht entgehen auch das tanzbein zu schwingen. so tanzten wir den ganzen abend lang und jan, der ca. 2m gross und blond ist, war die attraktion des abends. achso bevor ich es vergesse, es ist wohl hier ueblich, dass man mit einem alkoholischen getraenk und einem becher rumgeht und jedem einen becher ausschenkt und dann nebendran wartet bis derjenige ausgetrunken hat. auch jan und ich hatten das glueck dass bei uns der becher oefter mal halt gemacht hat, sodass wir leicht beschwipst nach hause gefahren sind.

und jetzt ist auch schon meine erste arbeitswoche rum und ich fuehle mich leicht ausgelaugt. ich habe bis jetzt mit einer gruppe von vierjaehrigen gearbeitet und mit ihnen getanzt, gespielt und gesungen, denn die ersten wochen sind eine art orientation fuer die kinder, damit sich sich an den kindergarten gewoehnen. im gegensatz zu kindergaerten in deutschland ist das hier eher sowetwas wie eine vorschule jeder muss immer am tisch sitzen und zuhoeren was señorita damaris oder ich sagen. ausserdem essen wir auch alle immer zusammen in den klassenraeumen und das kann auch schonmal ganz spassig werden. was man selbst bei den kindern direkt merkt, ist wer aus welcher sozialen schiht kommt, nicht nur an der art von kleidern, die sie tragen, sondern auch wie sehr manche um aufmerksamkeit kaempfen und wie ihr sozialverhalten ist. eigentlich sind die kinder alle zuckersuess und lieb, aber natuerlich gibts auch diese die bis aufs aeusserste gehen und sich weigern raus spielen zu gehen sich auf den boden schmeissen und einen auslachen und da gehoert viel selbstbeherrschung dazu, um nicht die nerven zu verlieren und rumzuschreien.

im grossen und ganzen bin ich durchaus zufrieden bis jetz sowohl mit meiner arbeit als auch mit meiner restlichen situation.

fotitos :)

http://picasaweb.google.com/koersche/DieFabelhafteWeltDesHermanns#  <— fotos aus ecuador 🙂

jetzt bin ich schon zwei wochen hier in ecuador und habe schon jede menge erlebt.

seit meinem letzten eintrag ist wieder viel passiert und ich versuche mal alles zusammen zubekommen: sonntag war der erste tag, andem ich augeschlafen habe, denn bisher musste ich jeden tag frueh aufstehen, um zum spanischunterricht nach quito zu fahren. hier ist stephi und mir auch etwas sonderbares passiert: es hat alles damit angefangen, dass stephi eines nachmittags nach dem spanischunterricht schuhe kaufen wollte und wir weit und breit kein guenstiges schuhgeschaeft gefunden haben. nach langem hn und her haben wir uns dazu entschieden eine gutgekleidete frau anzusprechen in der hoffnung, dass sie uns ein gutes geschaeft empfehlen wird. jedoch habe weder ich noch stephi verstanden wo dieses geschaeft sein sollte, also entschied die dame uns zu begleiten. schnell fuhren wir mit einem bus zum „centro historico“, das wir einen tagvorher mit der freiwilligengruppe besuchten. dort wartete grosses auf uns: ein riesengrosser ueberdachter markt mit ungefaehr einer million kleinen geschaeftchen, in denen man alles finden konnte was ein frauenherz begehrt. aus einem paar schuhe, das stephi urspruenglich kaufen wollte, wurden schnell eine hose, ein t-shirt und eine jacke. nach gefuehlten 5 stunden sind wir noch mit sandra (unseren netten begleitung) nach hause gefahren, wo wir zum ersten mal in ecuador amerikanischen hip hop hoerten und sandra stephi conroes geflochten hat. im grossen und ganzen war es sehr leichtsinnig mit einer fremden person nach hause zu gehen, aber zum glueck ist noch alles gut geangen 🙂

letzten samstag sind wir mit der freiwilligengruppe nach otavalo gefahren, ein grosser indiomarkt etwa 4 stunden von quito entfernt. es war wunderschoen dort, ueberall staende mit selbstgestrickten und selbstgemachten sachen. ein paradies fuer eine hannan chalabi , denn dort habe ich mir gleich eine wollmuetze (fuer schlechte zeiten 😉 ), einen alpaca-pull, eine kette und zwei taschen gekauft, nach dem ganzen shoppingrausch und 45 dollar aermer sind wir weiter zu einem wunderschoenen wald gefahren, in dem ein wasserfall war. man kann kaum in worten beschreiben was fuer ein unbeschreiblicher moment das war. danach sind wir weiter zu einem see, der in einer bucht liegt gefahren mit dem gedanken, dass die schoenheit des wasserfalls nicht mehr zu toppen sei und erlebten dort ein wahres maerchen (ich versuche bald fotos hochzuladen, denn zu versuchen dieses bild in worte zu fassen ist sinnlos.

morgen habe ich nun meine letzte spanischstunde und am freitag schon die einfuehrung in mein projekt, worueber ich mich im wahrsten sinne des wortes wie  ein honigkuchenpferd freue, denn ab naechstem montag dann mit beginn meiner arbeit, endlich das urlaubsgefuehl aufhoert und ich vielleicht endlich realisiere , dass ich nun fuer ein jahr hier leben werde.

achso und bevor ich es vergesse, ich habe bis jetzt sage und schreibe 20 mueckenstiche 😉

Erste Eindruecke

Seit gestern bin ich nun in meiner gastfamilie , die wunderbar ist. ich lebe hier in einem kleinen dorf, das collaquí (gesprochen cojaki) heisst,zusammen  mit drei weiteren Freiwilligen. um ehrlich zu sein weiss ich nicht wo ich anfangen soll mit dem erzaehlen, wohl am besten am anfang. also dienstag, den 17.08.2010 bin ich in quito angekommen und hier lauerte schon die erste ueberraschung: hannans tasche ist nicht angekommen!! eigentlich wollte ich hier schon wieder in die naechste maschine steigen und nach deutschland zurueckfliegen!aber , da ich ja eine kaempfernatur bin, bin ich stark geblieben und habe mich mit dem rest der truppe von dem VASE-team yu einer art jugendherberge bringen lassen. naja soweit so gut, was ich zu dem zeitpunkt noch nicht wusste ist, dass meine tasche zwei tage ein wenig zerstoert ankommen wuerde.

in quito traf die deutsch gruppe auf drei maedels aus der schweiz, eine finnin und eine islaenderin mit der ich im uebrigen zusammenarbeiten werde. zusammen hatten wir dann ein dreitaegiges seminar und konnten zusammen das zentrum von quito unsicher machen. in dem seminar haben wir so einiges gelernt zum beispiel welche taxis man benutzen darf und welche nicht, dass man nie mehr als fuenf dollar mitnehmen soll und natuerlich hatten wir auch einen salsakurs.

Freitagabend gings dann auf in die gastfamilien. wie ich schon am anfang erwaehnt wohne ich einem kleinen dorf namens collaqui . es ist echt toll hier, zwar ganz anders als zu hause aber trotzdem schoen. direkt gegenueber wohnt lars bei meiner gastoma und ein paar haeuser weiter heidrun und jan bei meiner gastgrosstante. also sind wir hier sowas wie eine grosse familie. meine gastmutter hat mir erzaehlt, dass sie hier bis vor 15 jahren weder strom noch fliessend wasser hatten. ausserdem gibt es bis heute keine geteerten strassen und busfahren ist ein richtiges abenteuer fast wie eine fahrt mit der achterbahn 😉

heute haben wir zusammen mit unseren gastfamilien die landschaft rund um das dorf erkundet und sind zwei stunden durch trockene berglandschaften gwandert und wie man sich vorstellen kann war dieser marsch in der prallen sonne sehr, sehr anstrengend.

fast haette ich vergessen von den strassenhunden zu erzaehlen. man sagt, dass es hier mehr hunde als menschen gibt und besonders wenn es dunkel ist muss man sich vor manchen in acht nehmen, denn wenn es dunkel ist darf man das haus nicht mehr verlassen, sonst fressen einen die hunde wie meine gastmutter zu sagen pflegt.

jetzt gerade sitze ich in unserem garten und geniesse den sonnenuntergang zusammen mit unsren kleinen, weissen huendchen 🙂

Hannan ist da :)

kurze nachricht ich bin angekommen und alles ist super und wunderschoen 🙂

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